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beerdigung
gestern war die beerdigung der freundin. es war wie erwartet ein schwerer gang.die tochter hat nach dem pfarrer noch eine rede auf die mutter gehalten und die taschentücher die man vorher sicherheitshalber eingesteckt hatte kamen zum vorschein. ans offene grab konnte ich nicht gehen. es sollte keiner mitbekommen das ich wie ein schlosshund flenne. ansonsten hatte ich mich ganz gut unter kontrolle. in der halle konnte ich den angehörigen auch mein beileid bekunden.die tochter hat sich bei mir noch bedankt das ich der mutter so sehr beigestanden habe in der schweren zeit und das konnte ich nur zurückgeben. jetzt habe ich aber ein problem, immer donnerstags nachdem der bus gewaschen wurde bin ich zu ihr auf eine tasse kaffee. wo bekomme ich heute meinen kaffee. ich werde ihn wohl alleine zu hause trinken dürfen. es ist aber niehmand da mit dem ich über alles ratschen und tratschen kann.muß ich mich auch erst dran gewöhnen.
urgewalt.de 11.03.2010, 06.57
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Hallo Ruth,
ja, so Beerdigungen sind nicht so einfach weg zustecken, besonders, wenn man eine so liebe und langjährige Freundin verliert. Trotzdem geht das Leben weiter und wenn man denkt es geht nichts mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
Ich habe übrigens auch einen Trauerfall zu beklagen, aber das ist wirklich im wahrsten Sinne ein Trauerfall.
Jahrelang habe ich 1 x wöchentlich eine alte Dame im Altenheim betreut, nur die letzte Zeit konnte ich aus Gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu ihr gehen. Was ich sehr bedauerlich fand, aber es ging nicht anders. Heute werde ich darüber informiert, dass die Frau gestern abend für immer eingeschlafen ist. Da sie gleich vom Bestatter aus dem Heim geholt worden ist und gleich heute morgen schon ins Krematorium gebracht wurde, habe ich nun gar keine Möglichkeit mehr, mich von ihr zu verabschieden. Das ist sehr traurig.
Liebe Grüße
Roswitha
vom 11.03.2010, 11.48
o roswitha das tut mir so leid für dich. es ist schwer wenn man sich nicht mehr verabschieden kann. ich hatte das große glück das ich sie noch gesehen hatte. ich wusste halt nicht das es das letzte mal ist. aber ich hatte gebetet das es schnell geht. sie hatte schon lange genug gelitten. seit vor weihnachten war sie schon im krankenhaus. aber sie hatte die hoffnung bis zum schluss nicht aufgegeben.
ich drücke dich in gedanken mal ganz dolle.